Internationales Jugendcamp in Dinkelsbühl
Neun Jugendliche und zwei Betreuer aus Schäßburg waren dabei
Das Internationale Jugendcamp war auch in diesem Jahr ein großer
Erfolg. Die 50 Jugendlichen aus den Partnerstädten und befreundeten
Städten Dinkelsbühls in Rumänien, Frankreich und Finnland
kehrten nach einer Woche voller Eindrücken und Erlebnissen schweren
Herzens nach Hause zurück.
Auch in diesem Jahr hatten die Jugendlichen keine Schwierigkeiten in der
gegenseitigen Kontaktaufnahme zu überwinden. Die neun Schäßburger
Jugendlichen (Schüler der Lyzeen „Joseph Haltrich“ und
„Mircea Eliade“ sowie der Berufsschule für Leichtindustrie)
und ihre zwei mitgereisten Betreuer hatten dabei wieder ein großes
Plus mit ihrer für unsere einheimischen Jugendlichen schon mediterran
anmutenden Art. Das Programm, das diesmal unter dem Motto „Grenzen
erfahren, Grenzen überwinden“ stand, bot den Teilnehmern die
Möglichkeit, im Rahmen erlebnispädagogischer Aktionen persönliche
Grenzen kennenzulernen. So reichte das Spektrum vom Besuch eines Vogelspinnenzüchters
im Camp über Sinneserfahrungen in und mit der Natur bis hin zu einem
ungewöhnlichen Stadtspiel, wobei es galt, innere Grenzen z. B. der
Kontaktaufnahme zu überwinden. Natürlich gab es auch gesellige
Programmteile mit Lagerfeuerromantik, Grillfest und Disco. Bei allen thematischen
Aktivitäten wurde immer darauf geachtet, dass die Jugendlichen in
international gemischten Gruppen zusammengeführt wurden.
Betreut wurden sie dabei von zehn Dinkelsbühler Betreuern und jeweils
ein bis zwei Betreuern aus den Partnerstädten. Auch bewährte
sich das Gelände der „Sportfreunde Dinkelsbühl“
am Stadtrand von Dinkelsbühl wieder als Zeltplatz.
Die Jugendlichen und auch die Betreuer aus allen Teilnehmerstädten
hatten keinerlei Schwierigkeit bezüglich der gegenseitigen Kontaktaufnahme,
und so wurden schon in den ers¬ten Tagen internationale Freundschaften
geschlossen. Die Schäßburger Gruppe hatte die zusätzliche
Schwierigkeit, dass das Jugendcamp am Sonntag endete, eine Busverbindung
in die Heimat aber erst am Dienstag bestand. Hier gab es trotzdem überhaupt
keine Probleme, da die Jugendlichen für diese zwei Übernachtungen
wie selbstverständlich von in Dinkelsbühl lebenden siebenbürgisch-sächsischen
Familien aufgenommen wurden.
Stephan Putscher (Dinkelsbühl)
An der festlichen Eröffnung des Jugendcamps nahm seitens
unserer HOG Hermann Theil, stellvertretender Vorsitzender, teil. Er hielt
folgende Ansprache:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Jugendliche aus dem schönen Dinkelsbühl, gestatten Sie
mir einige Worte zur Eröffnung des diesjährigen Jugendcamps
der Partnerstädte Dinkelsbühls .
Aus Rumänien sind Jugendliche aus der Stadt Sighisoara gekommen,
zu deutsch Schäßburg, eine vor über 850 Jahren von deutschen
Siedlern gegründete Stadt im Mittelpunkt des heutigen Rumänien,
mit ihrer mittelalterlichen Altstadt zum Weltkulturerbe zählend.
Als gebürtiger Schäßburger und stellvertretender Vorsitzender
der Heimatortsgemeinschaft Schäßburg e.V., auch Mitglied des
Bergschulvereins e.V., begrüße ich insbesondere die Jugendlichen
und Betreuer aus meiner Heimatstadt und heiße sie in Deutschland
willkommen.
Mein Dank gilt in erster Linie der gastgebenden Stadt Dinkelsbühl,
hier und heute vertreten durch Frau Bürgermeister Beck und Herrn
Stadtrat Hans Schuller sowie den Organisatoren und Betreuern um den Stadtjugendpfleger
Stephan Putscher. Dinkelsbühl hat nun schon zum dritten Mal auch
Teilnehmer aus Schäßburg eingeladen, obwohl die Städtepartnerschaft
erst erklärtes Ziel beider Städte ist und es noch ein langer
Weg bis zur Besiegelung dieses Völker verbindenden Abkommens ist.
Beziehungen zwischen Partnerstädten müssen wachsen, sie müssen
tief in der Bevölkerung verwurzelt sein und sich nicht auf ein amtliches
Schriftstück reduzieren. Die heutige Jugend, vertreten durch die
kleinen Delegationen aus den Partnerstädten von Dinkelsbühl,
wird diese Abkommen mit Leben erfüllen. Sie wird es um so besser
und überzeugender tun, wenn Freundschaftsbande mit Gleichaltrigen
bereits früh geknüpft werden.
Die HOG Schäßburg, ein Verein mit 830 eingeschriebenen Mitgliedern,
hat von aller Anfang an die beabsichtigte Städtepartnerschaft begrüßt
und hilft mit ihren bescheidenen Möglichkeiten das gesteckte Ziel
zu erreichen: als Vermittler, als Dolmetscher, als „Brückenbauer“
schlechthin und nicht zuletzt als Ko-Sponsor für die Teilnahme der
Schäßburger. Das ist auch der Bergschulverein, der Zusammenschluss
der in Deutschland lebenden ehemaligen „Bergschüler“,
Absolventen einer ehrwürdigen Schule, die demnächst ihr 500jähriges
Jubiläum feiern wird, wo auch heute noch deutschsprachiger Unterricht
bis zum Abitur angeboten wird.
Ich wünsche dem Jugendcamp gutes Gelingen, Euch allen schöne
Ferien, viel Spaß mit neuen Freunden, erlebnisreiche Tage in Deutschland,
im schönen, unserem Schäßburg in vielem so ähnlichen
Dinkelsbühl!
Hermann Theil (Weinsberg)

Letztes Update:
2005-03-11
- Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de
/ http://www.schaessburg-net.de
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